Notar Zapf Leipzig | SORGE FÜR MINDERJÄHRIGE KINDER
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SORGE FÜR MINDERJÄHRIGE KINDER

SORGE FÜR MINDERJÄHRIGE KINDER

Nicht zu erleben, wie die eigenen Kinder erwachsen werden: mit dieser Vorstellung setzen sich Eltern nicht gern auseinander. Gerade Eltern minderjähriger Kinder sollten sich aber dennoch nicht davor scheuen, die Sorge um ihre Kinder im Unglücksfall zu regeln.

 

TODESFALL

Hat ein minderjähriges Kind beide Elternteile verloren, braucht es einen Vormund. Wer Vormund wird, entscheidet das Familiengericht. Dabei ist es dem Wohl des Kindes verpflichtet und versucht ferner, dem mutmaßlichen Willen der Eltern Rechnung zu tragen. Besser ist es, die Eltern hatten von ihrem gesetzliches Benennungsrecht des Vormunds für den Todesfall Gebrauch gemacht. Dieses kann in der Form eines Testaments oder Erbvertrags ausgeübt werden.

 

GESCHÄFTSUNFÄHIGKEIT

Wird ein Elternteil geschäftsunfähig, ruht dessen elterliche Sorge. In der Regel übt dann der andere, nicht geschäftsunfähige Elternteil das Sorgerecht allein aus. Werden beide Eltern geschäftsunfähig, muss die Kindessorge von einem Dritten übernommen werden. Für diesen Fall könnten die Eltern beispielsweise eine Sorgerechtsvollmacht erteilen. Mit dieser kann aber nur die Ausübung der elterlichen Sorge übertragen werden; eine Vormundbestellung wird nicht entbehrlich.

Ob die Eltern auch für den Fall ihrer Geschäftsunfähigkeit einen Vormund für ihr minderjähriges Kind benennen können, ist im Gesetz nicht ausdrücklich geregelt. Dabei handelt es aber wohl um eine Lücke, die durch entsprechende Anwendung der Regelungen für den Todesfall geschlossen werden kann. Da es im Fall der Geschäftsunfähigkeit zu keiner Testamentseröffnung kommt, sollte die Vormundbenennung nicht in einem Testament erfolgen, sondern auf andere Weise dokumentiert werden. Denkbar ist beispielsweise die Aufnahme in eine notarielle Vorsorgevollmacht. Diese sollte im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registriert werden.